Was ist eine Schleppleine

Was ist eigentlich eine Schleppleine?
Ab und an fallt ihr in meinen Artikeln über den Begriff “Schleppleine” oder wenigstens ein Foto von Smartie mit einer langen, roten Leine. Aber was ist das überhaupt?

Eine Schleppleine ist im Grunde genommen nichts anderes als eine sehr, sehr lange Führleine. Bei meiner Recherche habe ich keine klare Richtlinie gefunden, bis zu welcher Länge man von einer “Führ-” und ab welcher Länge man von einer “Schleppleine” spricht.

Smartie übt an der Biothane Schleppleine den Rückruf

Hier schleppt die 10 Meter Biothane-Leine bei einer Rückruf-Übung am Boden

Den Namen hat die Schleppleine von der Handhabung. Sie wird überwiegend auf dem Boden schleifen oder eben schleppen gelassen.

Allerdings ist das nur eine Art des Schleppleinentrainings, es gibt noch einige andere.

Sinn der Schleppleine ist, in einer Art “Freilaufsimulation” zu trainieren.
Trainiert werden hauptsächlich

  • die Aufmerksamkeit des Hundes
  • dass der Hund einen entsprechenden Radius einhält
  • ein sicherer Rückruf aber auch
  • Stopp und Bleib Signale auf Distanz.

Schleppleinen gibt es in vielen verschiedenen Längen. Es ist auch bei einigen Herstellern möglich, spezielle Längen zu bestellen.
Gängig sind Schleppleinen in 5, 7, 10, 15 und 20 Metern.

Welche Länge die richtige ist hängt neben der Art des Trainings auch von Größe und Gewicht des Hundes sowie der Konstitution des Halters ab.
Eine Schleppleine mit 20 Metern kann bei einer deutschen Dogge auf der einen und einer älteren, leichtgewichtigen Dame auf der anderen Seite durchaus ein schwieriges Unterfangen werden.

IMG_0460

Bleib- und Stopp-Übungen lassen sich auch sehr gut mit schleifender Schlepp durchführen

Auch der Durchmesser und die Stabilität der Schleppleine kann und muss auf den Hund abgestimmt werden.
Sie sollte so leicht und dünn wie möglich aber so schwer und stabil wie nötig sein.

Ebenso gibt es unterschiedliche Materialien.
Beliebt sind (gummierte) Gurtband-, Biothane- und Fettleder-Leinen.

Die Frage, ob die Leine eine Handschlaufe haben soll oder nicht ist ebenfalls wichtig.
Wenn die Leine, ohne dass der Mensch das andere festhält, auf dem Boden schleppen soll, sollte auf keinen Fall eine Handschlaufe am Ende angebracht sein. Ohne Handschlaufe reduziert sich die Gefahr des verhakens und verfangens. Wird die Leine in der Hand gehalten bietet sich eine Handschlaufe an.

Für Smartie (20kg) nutze ich eine 5 Meter Fettleder-Leine mit 6 mm Durchmesser als “Führleine”.
Für mehr Radius hat er zusätzlich eine 10 Meter Biothane-Leine mit Handschlaufe in der Dicke von 8mm. Ich habe mir eine Leine mit Handschlaufe ausgesucht, weil ich sie in der Hand halte. Dabei wird immer Leine zugegeben und die Leine wieder aufgenommen, so dass sie nicht auf dem Boden schleppt.

Zum Mantrailing nutzen wir dagegen eine 10 Meter Fettleder-Leine mit 6mm.

Sehr wichtig ist auch: Die Schleppleine niemals, niemals wirklich niemals am Halsband verwenden!
Wenn man sich die Wucht vorstellt, wenn der Hund mit 10, 15 oder 20 Metern in voller Geschwindigkeit in die Leine knallt, kann man sich auch die Verletzungen vorstellen, die daraus resultieren können.

Schleppleinen bei Amazon:


gummierte Gurtband Leine


Fettleder Schleppleine


Biothane Schleppleine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere