Ein sehr persönlicher Bericht, über unsere letzten Tage und Wochen. Aus all diesen Erfahrungen habe ich viel mitgenommen, um für euch hilfreiche Artikel zu erstellen. Diese werden in den nächsten Tagen folgen doch dieser hier handelt nur von unseren Erlebnissen.

Warum war es so ruhig auf smarties.life?

Warum war es so lange ruhig auf Smartieslife?

Es war sehr lange ruhig, hier auf smarties.life. Dabei hatte ich so viele Ideen und Konzepte für unseren kleinen Hundeblog. Doch manchmal macht einem der Alltag einen Strich durch die Rechnung. Zunächst waren wir ja auf der Suche nach einem neuen Zuhause für uns Drei. Es war gerade gefunden und wir sind nun mitten im Umzugsfieber. Zusätzlich ist in meiner “richtigen Arbeit” im Moment sehr viel los und viele Veränderungen zeichneten sich die letzten Wochen und Monate ab. Zu all dem wurde ich auch noch krank und rannte zeitweise von Arzt zu Arzt auf der Suche nach jemandem, der mir helfen könnte. 

Und dann wurde Smartie krank

Es war Dienstag Abend, der 30.04. Ich musste (mal wieder) zum Arzt und Smartie sollte alleine zuhause warten. Nur ein paar Minuten, bis das Herrchen von der Arbeit nach Hause kam. Smartie hat massive Trennungsängste, doch bisher konnte er eine kurze Zeit recht problemlos alleine sein. Länger als zehn Minuten sollte es nicht dauern und dann wäre ja das Herrchen wieder bei ihm.

Leider habe ich nicht bedacht, dass es kurz vor der Fütterungszeit war, als ich das Haus verlassen habe. Und auch, dass die Knautschnase meine Emotionen besser fühlen kann als ich hatte ich verdrängt. Er spürte, dass ich Angst hatte, da bin ich sicher. Nun – während der 10 Minuten “Sturmfrei” hat es unser Künstler geschafft in den Abstellraum “einzubrechen”. Die Türe war geschlossen – leider nicht abgeschlossen. So öffnete er die Tür und fand einen geöffneten Sack Trockenfutter aus dem er sich bediente. Als Herrchen nach Hause kam war die Tür zur Abstellkammer geschlossen und der Hund stand im Wohnzimmer.

Er sah elend aus. Fiepte, war unruhig. Noch im Wartezimmer erreichten mich die ersten WhatsApp Nachrichten “ich glaube, Smartie geht es nicht gut”. Ich konnte nicht weg – sollte der nächste sein, der aufgerufen wird. Also bat ich den besten aller Männer, zu versuchen ob unser Schokodrop etwas fraß. Ja, hieß es. Er frisst und es scheint ihm besser zu gehen. Wenig später dann “doch nicht. Er fiept wieder und ist unruhig”. Vielleicht bekommt er Durchfall? “geh mal mit ihm raus” bat ich Herrchen. Während ich auf dem Weg nach Hause war kam seine Antwort. Er hatte Gras gefressen. Durchfall und hat das gerade gefressene Futter wieder erbrochen.

 

Smartie - mein Herzenshund
Also machten wir uns, kaum das ich zuhause war auf in die Notfallsprechstunde der nächstgelegenen Tierklinik. Nachdem Smarties Zustand nicht als lebensbedrohlich eingestuft wurde mussten wir eine ganze Weile warten. Als wir an der Reihe waren wurde er untersucht. Kein Fieber. Schleimhäute okay. Um der Sache auf den Grund zu gehen und weil wir nicht ausschließen konnten, dass er etwas gefressen hatte wurde er geröntgt. Im Röntgenbild war zu sehen, dass der Magen komplett voll war. Er musste also etwas gefressen haben – wir wussten nur absolut nicht was. Das unser Wunderhund die Tür zur Abstellkammer geöffnet, sich an Trockenfutter vollgefressen hatte um anschließend wieder raus zu gehen und im Wohnzimmer auf Herrchen zu warten – daran dachten wir in dem Moment nicht. Eher hatten wir die Befürchtung, dass er ein Stück Decke, Kissen oder Kuscheltier verschluckt hatte. Nach Rücksprache mit der Ärztin entschieden wir, dass Smartie erstmal in der Klinik bleiben sollte. Es sollte eine Magenspiegelung gemacht werden um zu sehen, was sich im Magen befand. Gegen 22.30 Uhr machten wir uns also ohne unseren Liebling auf den Weg nach Hause. 
Dort angekommen überprüften wir erneut alles im Haus. Was fehlte oder war kaputt? Irgendwann führte mein Weg mich auch in den Abstellraum und ich sah den Sack mit Trockenfutter. Er stand genauso da, wie ich ihn zurück gelassen hatte. Nur, als ich ihn anhob war er viel, viel leichter als er sein sollte. Wir hatten die Erklärung und waren erleichtert. So warteten wir auf den Anruf der Ärztin in dem Glauben, dass wir noch in dieser Nacht unseren Schokodrop nach Hause holen könnten. 
 

Aber es sollte anders kommen
 

Kurz vor Mitternacht rief die Ärztin an. Die Magenspiegelung war gemacht und sie konnten feststellen, dass sich in Smarties Magen Unmengen an Trockenfutter befanden. Nach der Menge im Futtersack vor dem Vorfall und dem Gewicht danach schätze ich, dass Smartie mehr als 2 oder 3 kg gefressen haben musste. Ich war erleichtert, dass sie unsere Vermutung bestätigte und wollte gerade erleichtert fragen, ob wir unseren Fellteufel in der Nacht noch oder erst am nächsten Morgen wieder nach Hause holen könnte als sie mit den schlechten Nachrichten heraus rückte. 
Obwohl nicht viel von der Magenwand zu sehen war, weil sich eine riesige Menge Futter darin befand, war das wenige, das sie sahen dramatisch. Mehrere Magengeschwüre, in großen Teilen schwarz und weit fortgeschritten. Sie machte sich sorgen, der Magen könne durchbrechen. Er müsse auf jedenfall ein paar Tage in der Klinik bleiben. Zumindest, bis das Futter aus dem Magen verdaut sei und das ohnehin schon überbeanspruchte Gewebe nicht durch die viel zu große Menge zusätzlich belastet würde. Auch die Frage nach Krebs stand im Raum und wir mussten einige Tage auf die Ergebnisse der Laboruntersuchungen warten. Drei Tage lang musste er in der Klinik bleiben, dann durfte er mit ganz vielen Medikamenten versorgt wieder zu uns nach Hause.
Nun, vier Wochen nach diesem Vorfall ist Smartie noch immer nicht gesund. Wir haben das Futter und die Fütterung umgestellt. Er bekommt nun mehrfach am Tag kleinere Portionen. Er bekommt auch noch immer viele Medikamente. Säureblocker, Magenschutz, Antibiotika und bei Bedarf Mittel gegen Übelkeit und Schmerzen. Nach unserem Umzug steht die nächste Magenspiegelung an. Die, in der das ganze Ausmaß erstmalig erkannt werden kann, weil das erste Mal der Magen komplett leer ist. Die, in der geschaut werden kann, ob unsere Bemühungen bereits positive Ergebnisse bringen. 

Die letzten Wochen waren schlimm für uns alle. 
 

Für Smartie, weil er offensichtlich Schmerzen hat. Weil er einige Tage in der Klinik verbringen musste. Weil er Untersuchungen über sich ergehen lassen musste und muss. Für Herrchen und mich, weil er wohl die ganze Zeit schon Schmerzen hatte und wir es nicht erkannt oder ernsthaft genug verfolgt hatten. Weil es schlimmer um ihn stand als wir wussten und nicht genug für ihn getan haben. Natürlich auch, weil wir ihn in der Zeit in der Klinik vermissten. Besonders aber, weil wir sehr schnell und hart mit der Tatsache konfrontiert wurden, dass wir unseren Schatz schneller verlieren könnten als wir jemals dachten. 
 

2 Antworten

  1. Wilson sagt:

    Lieber Smartie ich wünsche dir ganz schnell eine Gute Besserung……liebe Grüße Wilson ?

    • mmatern sagt:

      Vielen Dank lieber Wilson.
      Smartie gibt sich alle Mühe, sich nicht anmerken zu lassen, dass er krank ist – ein echter Kerl.
      Aber Frauchen kann man halt nichts vormachen und Herrchen erst recht nicht.
      Wir tun alles, dass er ganz schnell wieder ganz gesund wird

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