Umzug mit Hund – worauf sollte man achten?

Umzug mit Hund - Wie kann man den Umzugsstress für den Vierbeiner so gering wie möglich halten?

Wir haben ja bereits erzählt, dass wir auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind bzw. waren. Inzwischen wir haben unser perfektes neues Heim gefunden. Nun ging es also an den Umzug mit Hund. Doch worauf muss man achten, wenn man einen Umzug plant, und der Hund mittendrin ist? Zunächst wollten wir Smartie ein paar Tage Urlaub in seiner Lieblingspension oder der “Lieblingstante” schenken. Da er aber krank wurde fiel die Pension aus. Seine Lieblingsbetreuungsperson war zum Umzugszeitpunkt im Urlaub – also mussten wir mit dem Schokodrop an unserer Seite umziehen. Ein Umzug ist anstrengend, stressig, zeitintensiv und bringt natürlich die tägliche Routinen durcheinander. Deshalb kommen hier vier Tipps, wie der Umzug mit Hund vor allem für den Vierbeiner so stressfrei wie möglich von statten gehen kann.

Die Vorbereitung

1. Routinen aufrecht halten

Fast alle Hunde mögen Routinen und gleichbleibende Tagesabläufe. Für manche Hunde wie Smartie sind sie noch wichtiger als für andere. Smartie ist ja eher unsicher und auch ohnehin schon Magen-krank. Für ihn ist die Stabilität und gleichbleibende Tagesroutine super wichtig um entspannt zu sein und zu bleiben. Deshalb haben wir unsere Tagesroutinen so lange wie möglich so gleichbleibend wie möglich aufrecht erhalten. 

Bei einem Umzug kommt ja irgendwie alles durcheinander. Auch jetzt, vier Wochen nach unserem Umzug sind die neuen Routinen und Abläufe bei mir noch nicht ganz etabliert. Das ist ganz normal und auch nicht zu ändern. Aber gerade vor einem Umzug, wenn alle aufgeregt und geschäftig rum rennen hat man doch noch Einfluss, die Tagesabläufe bekannt zu halten. Wenn Kisten gepackt und Möbel rum geschoben werden und man vor Lauter Arbeit kaum Zeit für den Vierbeiner hat ist die Routine und ein gewohnter Tagesablauf super wichtig. 

2. Die neue Umgebung vorher schon kennen lernen

Wenn es möglich ist empfiehlt es sich, schon Tage oder Wochen vor dem Umzug immer mal wieder in die neue Umgebung zu fahren. So kann sich der Vierbeiner schon ein bisschen an das neue Zuhause gewöhnen. Er lernt die Gerüche kennen und findet vielleicht sogar schon vorher Freunde. 

Wir waren bereits einige Wochen vor dem Umzug immer wieder in der neuen Wohnung beschäftigt. Wir mussten ausmessen, putzen, Rasen mähen, nach der Post schauen. Immer war Smartie dabei und konnte die Zeit nutzen, den Garten kennen zu lernen. Wir haben auch schon erste Ausflüge in der Umgebung unternommen. Auch eine erste Gassi-Strecke von zuhause aus haben wir gemeinsam erkundet. Diese sind wir bereits vor dem Umzug insgesamt fünf oder sechs mal gegangen – so war diese Strecke schon “nichts neues” mehr und hat Smartie am Abend des Umzugstages ein bisschen Normalität geschenkt. 

Umzug mit Hund – am Tag des Umzugs

Umzug mit Hund - Smartie hatte bei unserem Umzug seine eigenen Kisten

3. Gassi gehen nicht vergessen

Ganz egal ob ihr alleine, mit der Hilfe von Freunden oder mit einem Umzugsunternehmen umzieht: Kurz bevor der große Aufbruch beginnt und Kisten und Möbel aus der alten Wohnung getragen werden ist Gassi-Zeit. Es ist der letzte Moment, in dem ihr die Chance habt mit eurem Hund raus zu gehen. Und diese Chance solltet ihr nutzen. Nicht nur, weil es eurem Hund gut tut, das Chaos zu verlassen und ein bisschen Normalität zu erleben. Auch für euch ist es gut und sehr wichtig, nochmal ganz tief durch zu atmen. Ich war an diesem Morgen besonders lange und besonders langsam mit Smartie unterwegs. Ich habe ganz bewusst an gar nichts gedacht, jeden Stress und jeden Gedanken an Umzug, alte und neue Wohnung weggeschoben und aus meinem Kopf verbannt. Durchatmen. Ruhe genießen. Die Zeit mit dem Hund genießen. Das war so wichtig für Smartie und auch für mich. Die Tage vor dem Umzug waren schon anstregend und vollgestopft mit Kisten packen, Putzen, rum- und aufräumen. Doch der Tag des Umzugs sollte noch viel anstrengender und länger werden als ich dachte. 

4. Alles griffbereit halten

Wer kennt es nicht? Alles ist in Kisten verpackt und man freut sich, dass endlich alles fertig zu sein scheint – da braucht man dringend einen Gegenstand und weiß nicht mehr, wo er stecken könnte. So sollte es beim Umzug mit Hund nicht laufen. Denkt rechtzeitig daran, alles was ihr am Tag des Umzugs und eventuell auch die nächsten zwei bis drei Tage danach braucht griffbereit zu halten. 

Wir sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben Smarties Hab und Gut in separate Kisten gepackt und entsprechend beschriftet. Damit wusste ich also immer, in welchen Kisten seine Betten, Decken, Ersatzleinen etc. verstaut waren. Die Dinge, die wir täglich brauchten landeten in seiner Reisetasche (ja, Smartie hat eine eigene Reisetasche 😀 ). Diese Tasche kam zu mir ins Auto und nicht zu all den anderen Umzugsgütern um wirklich immer alles bei mir zu haben. 

In die Reisetasche packten wir

  • Futter für 3 Tage
  • Wasser für einen Tag
  • Näpfe für Wasser und Futter
  • Leine und Geschirr
  • Notfallapotheke (incl. Zeckenzange)
  • seine Lieblingsdecke
  • seine Medikamente
  • Kotbeutel

Zu guter letzt: seid geduldig und entspannt mit eurem Liebling. Oft liegen bei einem Umzug die Nerven blank. Der Stresslevel ist hoch. Ein Umzug läuft eigentlich niemals reibungslos. All das spürt auch der Hund und so kann es durchaus sein, dass er in der ein oder anderen Situation anders reagiert als ihr es gewohnt seid. Auch für ihn ist diese Situation anstrengend und aufregend. Seid geduldig. Erwartet nicht perfekten Gehorsam und normales Verhalten an diesem (und vielleicht den nächsten) Tag.

 

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